Im Direktmodus können Endgeräte direkt miteinander kommunizieren, ohne auf das Funknetz selbst zugreifen zu müssen. Die Reichweite ist dabei allerdings auf einige hundert Meter begrenzt. Im Direktmodus ist somit auch eine Kommunikation möglich, die über die Ausleuchtzone vom Funknetz hinausgeht (z.B. Tiefgaragen, Höhlen, usw.).
DMO ermöglicht somit die Kommunikation zwischen zwei TETRA-Funkgeräten ohne physikalisches Netz, die Endgeräte können also wie traditionelle Funkgeräte verwendet werden.DMO ist eine vom TETRA-Mobilendgerät auszulösende Funktion. Der DMO-Modus wird vom Benutzer und nicht vom TETRA-System aktiviert.
DMO ist für Situationen entwickelt worden, wo man außerhalb der physikalischen Deckung des TETRA-Netzes arbeiten muß.
Außerdem ist DMO nützlich, wenn das (ausfallsichere) TETRA-Netz trotzdem einen Ausfall haben sollte. Hier ermöglicht DMO die notwendige Kommunikation für das Fortsetzen der Rettungsarbeiten zumindest unmittelbar im Schadensraum.
Auch wenn die Kapazität des TETRA-Netzes in bestimmten Gebieten begrenzt ist, kann man bei großen Ereignissen DMO-Gepräche ausnützen, um trotz eventueller "Überlastung nach Aussen" zumindest ungestört im Schadensraum funken zu können.
Es gibt drei Typen von DMO-Gesprächen
- DMO zwischen zwei Endgeräten

- Ein TETRA-Mobilendgerät agiert als Repeater zwischen zwei TETRA-Mobilgeräten. Dadurch kann die Netzabdeckung erweitert werden bzw. ein "einfaches" Funknetz mit einem Kanal aufgebaut werden.

- Ein TETRA-Mobilendgerät agiert als Gateway zum physikalischen TETRA-Netz für TETRA-Mobilgeräte, welche im DMO-Modus arbeiten. Das TETRA-Gateway-Mobilgerät muß für diese Aufgabe geeignet sein, es muss den normalen TETRA-Verkehr mit der nächstgelegenen TETRA-Basisstaion abwickeln und gleichzeitig auch den DMO-Verkehr mit den TETRA-Mobilendgeräten aufrecht erhalten können.
Mit einem TETRA-Gateway kann man somit kurzfristig die Abdeckung des TETRA-Netzes erweitern.

